Geschichte der Gemeinde Risch

In "Risch, Geschichte der Gemeinde" von Richard Hediger wird erwähnt, dass die ältesten Siedlungsspuren im Bereich der heutigen politischen Gemeinde Risch in den flachen Bereichen des Seeufers bei Oberrisch, Buonas und auch bei Zwijern gefunden wurden. Sie stammen aus der sogenannten Pfyner Kultur ( 3800-5800 v.Chr. ). Beim Bau des Golfplatzes in Holzhäusern konnten zum einen römische Urnengräber festgestellt werden, zum anderen wurde auch der Nachweis zweier Siedlungsplätze aus der Bronzezeit erbracht.
In der Gemeinde Risch ist das Frühmittelalter durch die Spuren einer der ältesten Kirchen des Kantons Zug belegt. Unter unserer heutigen barocken Pfarrkirche St. Verena Risch von 1680 - 1684 befinden sich die Fundamente eines wahrscheinlich bereits im 8. Jahrhundert errichteten Gotteshauses. Begibt sich der Leser eher landeinwärts auf den Hügeln und Halden im Süden und Westen des Gemeindegebietes, so deuten die Weilernamen Berchtwil, Küntwil und Ibikon auf alemannische Siedlungen hin.
Etwa um das Jahr 1000 tauchen im heutigen Gemeindegebiet die ersten Grundherrschaften auf. Aus der Hand der ältesten Habsburger Grafen gelangten Dersbach und Zwijern mit dem damaligen Hof Gangolfswil an das Kloster Muri, das hier die ertragreichen Fischenzen ( Fischpacht ) nutzte, im späteren Verlauf der Geschichte aber auch Eigenrechte an der Rischer Kirche besass.
Am 28. März 1159 stellte Papst Hadrian IV. dem Kloster Muri mit namentlicher Erwähnung der Kirche Risch als "Ecclesiae Rishe"
einen Schutzbrief aus.
Ein Verzeichnis um 1380 führt dem Kloster weitere Güter in Holzhäusern, Berchtwil, Binzrain, Alznach und Buonas zu.
Im Jahre 1486 veräusserte dann das Kloster Muri seine Besitztümer in der heutigen Gemeinde Risch an die Bürger der Stadt Zug.
Daraus wurde - mit den schon früher besessenen Gütern - die städtische Vogtei Gangolfswil, welche jedes Jahr einem anderen Obervogt unterstellt war.
Zeitgleich wie die geistliche Herrschaft des Klosters Muri, so werden die Ritter von Buonas in den Urkunden erwähnt. Ihre Burg in Buonas mag im 11. Jh. erbaut worden sein.
Ulrich von Hertenstein heiratete Adelheide von Buonas, die letzte Vertreterin der Ritter.Damit waren die Herren von Hertenstein von ca. 1250 bis 1654 Besitzer und gleichzeitig auch Gerichtsherren von Buonas.
Schultheiss Jakob von Hertenstein baute das 1478 abgebrannte Schloss in den Jahren 1494 bis 1498 wieder neu auf, so wie es sich bis zum heutigen Tag präsentiert.
Durch Einheirat löste die Luzerner Familie Schwytzer von Buonas die Familie Hertenstein ab.
1782 kauften die zwei Stadtzuger Wolfgang Damian Bossard und Blasius Landtwing die Herrschaft Buonas.
Der militärische Eingriff Frankreichs im Jahre 1798 beseitigte die Untertanenverhältnisse und ermöglichte den Zusammenschluss der Vogtei Gangolfswil und der Herrschaft Buonas zur politischen Gemeinde Risch. Das Wappen übernahm die Gemeinde von der ehemaligen Vogtei Gangolfswil: den Baum mit ansteigendem Luchs auf einem Dreiberg.
Der Ortsteil Rotkreuz, der heute bevölkerungsmässig der grösste Ortsteil der Gemeinde Risch ist, entwickelte sich als Folge des Bahnbaues erst in den letzten 150 Jahren.

Weitere Informationen entnehmen sie bitte dem Buch:
"Risch, Geschichte der Gemeinde" von Richard Hediger.