Kirchenpatron St. Wendelin Holzhäusern

Hl. Wendelin lebte zur Zeit des Trierer Bischofs Magnerich um 570 in den Vogesen als fränkischer Einsiedler und Mönch. Der Legende nach wurde er als irisch-schottischer Königssohn um das Jahr 554 geboren. Als junger Mann entschloss er sich, sein fürstliches Leben zu ändern und künftig als Einsiedler zu leben. Doch zunächst pilgerte Wendelin nach Rom, um für sein Vorhaben den päpstlichen Segen zu erhalten. Auf der Rückreise hielt er in der Nähe von Trier an und liess sich dort in einer einsamen Waldgegend nieder. Er baute eine kleine Hütte und führte mit einigen Gefährten ein asketisches Leben. In der Legende wird Wendelin als gelassen, friedliebend, beharrlich und fromm im Gebet bezeichnet. Im Jahr 617 starb Wendelin schliesslich in der Abtei Tholey ( Saarland ), deren Abt er gewesen sein soll.

Wendelin fand seine letzte Ruhestätte in der barocken Pfarrkirche der später nach ihm benannten Stadt St. Wendel im Saarland. Sein Grab entwickelte sich seit dem Mittelalter zu einem bedeutenden Wallfahrtsort. Seine Verehrung als Schutzherr für Feld und Vieh verbreitete sich im Rhein-Mosel-Gebiet, im alemannischen Raum und durch Auswanderer auch nach Osteuropa und Nordamerika.

Dargestellt wird Wendelin in einem einfachen Hirtengewand oder in einer Einsiedlerkutte, zu Füssen oftmals eine Krone, um ihn Viehherden ( Rinder, Lämmer und Schweine ). Es gibt inzwischen über 1500 Kapellen und 160 Wallfahrtsorte sowie eine Vielzahl an Bildstöcke, die seinen Namen tragen.

Hl. Wendelin ist der Patron der Hirten, Schäfer und Bauern, des Viehs; er wird gegen Viehseuchen angerufen. Ebenfalls bittet man ihn für gedeihliches Wetter und für eine gute Ernte.

Die Kirche feiert sein Fest am 20. Oktober.