Busse / Beichte

Beichte - Bussfeier - Feier der Versöhnung

Beichtgelegenheit
Jederzeit nach Absprache mit Pfr. Thomas Schneider möglich

Bussfeiern in unserer Pfarrei bzw. im Pastoralraum

  • Für Senioren: während der Fastenzeit ( mit Krankensalbung )
  • Für alle: in der Karwoche
  • Für Kindern: Karfreitag, 10.30
  • Für alle: in der Adventszeit vor Weihnachten
    Jeweils in der Pfarrkirche. Ausserdem finden für Schulklassen je nach Bedürfnis eigene Bussfeiern statt.

Bedeutung des Beichtsakramentes / Sakramentes der Versöhnung
Die Versöhnung zwischen Gott und den Menschen hat Jesus Christus durch das Geheimnis seines Todes und
seiner Auferstehung bewirkt (vgl. dazu Röm 5, 10 ).
In seinen Aposteln hat er der Kirche den Dienst der Versöhnung übertragen ( 2 Kor 5, 18 ff. ).
Die Kirche übt diesen Dienst aus, indem sie den Menschen die Frohe Botschaft vom Heil verkündet und
sie im Wasser und im Heiligen Geist tauft ( Mt 28,19 ).

Aus menschlicher Schwäche geschieht es jedoch, dass wir als Christen durch Fehler, Versagen und Sünden
das Band der Freundschaft mit Gott zerreissen oder auf eine grosse Belastungsprobe stellen.
Deshalb hat Gott für uns ein eigenes Sakrament gestiftet ( vgl. Joh 20, 21-23 ),
um die nach der Taufe begangenen Fehler, Versagen und Sünden zu vergeben,
und die Kirche hat es auf verschiedene Weise durch alle Jahrhunderte hindurch gefeiert.

Gemeinsame Buss- und Versöhnungsfeiern
In den letzten Jahrzehnten hat sich in der Schweiz die gemeinsame Buss- und Versöhnungsfeier nebst der indiviuellen Beichte durchgesetzt.
Die Versöhnungs- und Bussfeier hat ihren besonderen, eigenständigen Sinn.
In ihr steht der Einzelne mit seiner persönlichen Schuld vor der Gemeinschaft.
Der Einzelne erfährt, dass er in Schuld und Vergebung mit der menschlichen Gemeinschaft, in der er lebt, verkettet ist.
In gemeinschaftlicher Umkehr erfährt er so, dass Gott ihm vergibt.

Die Beichte
In vielen Pfarreien lässt sich feststellen, dass nicht mehr oder nur noch sehr selten gebeichtet wird.
Gebeichtet wird - wenn überhaupt noch - von Christen in grossen Wallfahrtsorten und Klöstern.
Die Ursachen, wie es dazu kam, sind vielfältig und haben bestimmt auch mit der Vergangenheit zu tun.
Immerhin ist diese Tendenz bei den Buss- und Versöhnungsfeiern zur Zeit noch nicht zu spüren.

Dennoch bin ich überzeugt, dass auch heute noch die persönliche Aussprache mit einem Priester,
der nicht bloss wie ein Therapeut "Dinge" aufarbeiten, sondern von Gott her von Fehlern, Defiziten, Schuld und Sünde befrreien kann,
eine grosse Chance für unsere Zeit wäre.
Deshalb halten wir auch an dieser positiven Möglichkeit der Versöhnung mit Gott bei unseren Kindern fest.
Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass gerade Kinder den positiven und lebendigmachenden Sinn der Versöhnung
mit Gott in der Beichte erfahren, erspüren und erkennen.

Vielleicht wäre die Beichte als eine Form der Versöhnung, wie sie heute verstanden und praktiziert wird, auch für uns Erwachsene
von neuem eine Chance, Gott als Liebendem, Verzeihendem und Barmherzigem zu begegnen und Befreiung zu erleben.

Der Versöhnungsweg in der 4. Klasse
Nicht nur in unserer Pfarrei sucht man nach Wegen, wie Kinder und Erwachsene den Wert des Versöhnungssakraments wieder neu erfahren können. So lernen wir mit unseren Viertklässlern wahrend dem Schuljahr den Versöhnungsweg kennen.
Da gibt es verschiedene Wegstrecken: Familie, Schule, Freizeit, Gewissen, Wege aus der Schuld, Vorurteile, Erbarmen Gottes usw.
Wir machen dabei interessante Erfahrungen. Das Gelernte wollen wir dabei in die Tat umsetzen. Die Viertklassler werden dann den Weg der Versöhnung durch die Pfarreiräume und der Kirche gehen. Gemeinsam mit einer erwachsenen Person ( Mutter, Vater usw. ) gehen sie je einzeln in den Raum der Besinnung, der Gewissenserforschung, der Umkehr, des Bekennens und der Busse. Sie begegnen dabei auch dem Seelsorger (Pfr. Thomas Schneider) und empfangen Verzeihung und Lossprechung. Wir glauben, dass es für die Kinder und die sie begleitenden Eltern ein guter Weg ist. Hoffentlich ist es ein Schritt dazu, dass wir alle die menschenfreundliche und lebenswichtige Qualität des Versöhnungssakraments wieder entdecken.