Trauerfälle

Ein Mensch ist aus unserer Mitte gestorben

Selbst wenn wir es oft nicht wahrhaben wollen: der Tod gehört zu unserem Leben dazu. Weil jeder von uns in solch einer Situation zunächst einmal völlig hilflos ist, möchten wir Sie hier auf einige wichtige Dinge hinweisen:

  • Informieren Sie bei einem Todesfall bitte baldmöglichst den Pfarrer. Tritt der Todesfall zu Hause ein, rufen Sie bitte den Haus- oder Notarzt, der den Tod feststellen muss und die Todesbescheinigung ausstellt. Falls ein Unfall oder ähnliches vorausgegangen ist, sollten Sie auch die Polizei verständigen.
  • Nach längerer, schwerer Krankheit ist häufig abzusehen, dass der Tod bald bevorsteht. Informieren Sie dann bitte schon vorher den Pfarrer. Das kann für den Sterbenden, aber auch für Sie selbst, hilfreich sein.
  • Beauftragen Sie, nachdem die Todesbescheinigung ausgestellt wurde, das Bestattungsunternehmen mit der Überführung in die Friedhofkapelle ( Rischer Beinhaus ).
  • Bei der Gemeindeverwaltung Risch (Zentrum Dorfmatt in Rotkreuz) melden Sie bitte den Sterbefall zwecks Eintragung im Sterbebuch und Fertigung der Sterbeurkunden. Dazu sollten Sie möglichst die Geburts- und Heiratsurkunde, das Familienstammbuch und den Ausweis bzw. Pass des Verstorbenen mitnehmen.
  • Den Bestattungstermin für den Verstorbenen vereinbaren Sie - nach Absprache mit dem Pfarrer - mit der Gemeinde Risch. Üblicherweise finden die Trauergottesdienste in Risch von Montag bis Samstag jeweils um 10.00 statt. Trauerfeiern am Nachmittag sind - nach Absprache - auch möglich. An Samstagen kann nur dann eine Trauerfeier stattfinden, wenn keine Hochzeit vorgesehen ist!
  • Mit der Gemeinde Risch sprechen Sie auch die Einzelheiten im Hinblick auf Bestattungsart ( Sarg oder Urne, Einzelgrab, Gemeinschaftsgrab, Familiengrab ), Grabplatz, Aushang, Grabgeläute, Grabruhe usw. ab.
  • Die Veröffentlichung der Todesanzeige in Zeitungen ( Neue Zuger Zeitung, Zuger Presse etc. ) ist anschliessend gegebenenfalls zu veranlassen.
  • Bei Trauergottesdienst in Risch wird die Feier üblicherweise musikalisch durch unseren Kirchenchor und einen Organisten gestaltet. Werden andere Instrumentalisten oder Vokalisten gewünscht werden, teilen Sie dies bitte dem Pfarramt mit. Das Sekretariat bietet ansonsten den Kirchenchor und unsere Organisten auf.
  • Während einem Trauergottesdienst steht der Sarg bzw. die Urne des Verstorbenen normalerweise in der Kirche. Für den anschliessenden Gang zum Friedhofsgrab liegt es an der Trauerfamilie mehrere Sarg- bzw. einen Urnenträger aufzubieten.
  • Mindestens zwei Ministranten sind bei jedem Trauergottesdienst anwesend.
  • Den Blumenschmuck ( Bukett usw. ) bestellen Sie bei einer entsprechenden Gärtnerei.

Bei der Trauerbegleitung und bei Fragen zum Trauergottesdienst ist Pfarrer Thomas Schneider, Risch gerne für Sie da.
Mit ihm klären Sie bitte ab, ob und wann das Sterbegebet für den Verstorbenen sein soll. Auf Wunschl ist dies am Vorabend des Trauergottesdienstes in St. Verena oder im Rahmen eines Gottesdienstes. Für Bewohner des Alterszentrums Dreilinden Rotkreuz findet normalerweise das Sterbegebet in der Kapelle des Alterszentrums statt.
Der "Dreissigste" ( 2. Gedächtnis ) findet üblicherweise einen Monat nach dem Trauergottesdienst im 10.30-Sonntagsgottesdienst St. Verena Risch statt. Der genaue Termin wird mit der Trauerfamilie vereinbart.

Seien Sie versichert, dass wir uns allergrösste Mühe geben, die Feiern immer so würdig und angemessen wie möglich zu gestalten.


An den Tod denken. Ein unheimlicher Gedanke. Mit der Freude am Leben geht Hand in Hand die Angst vor dem Tod. Wir werden den Tod nicht los.
Manche meinen, es wäre am besten, einfach nicht an den Tod zu denken. Der Tod wird totgeschwiegen.
Aber mit dem Gedanken an den Tod stehen wir vor der Frage nach Sinn oder Unsinn von allem, nach Gott oder dem Nichts.
Halten wir uns den Tod ruhig vor Augen, dann bekommen wir einen neuen Blick. Es verlagern sich die Gewichte. Was vorher so wichtig schien, wird auf einmal völlig bedeutungslos. Es öffnen sich ungeahnte Ausblicke.
Sterben ist unheimlich, wenn du blindlings in ein Land gehst, an das du noch nie gedacht hast. Sterben lässt sich leichter hinnehmen, wenn du gelernt hast, loszulassen, wenn sich dein Inneres geöffnet hat für das Geheimnis, das dich nach dem Tod erwartet. Dann ist der Tod keine Mauer mehr, sondern ein Durchgang, eine neue Geburt.
Wenn du glauben kannst, dass ein Gott da ist, der dich gern hat, nicht nur, wenn du lebst, sondern noch mehr, wenn du stirbst, dann heisst sterben: heimfinden zu Gott, an einen Ort, wo alles gut ist und wo das Leben erst endgültig beginnt in einem ewigen Jetzt.